Vertriebene & Aussiedler
11.03.2016, 12:28 Uhr | Ina Scharrenbach (Unna) und Werner Jostmeier (Sprecher im Hauptausschuss) zur Erinnerungsstätte Unna-Massen: Geschichtsvergessene Parteipolitik: Rot-Grün lässt Gedenkstätte scheitern
 
Ina Scharrenbach (Unna) und Werner Jostmeier (Sprecher im Hauptausschuss) zur Erinnerungsstätte Unna-Massen:
Zur Ablehnung einer Vertreibungs-Erinnerungsstätte Unna-Massen durch SPD und Grüne im Hauptausschuss am 10. März 2016 erklären die Landtagsabgeordnete Ina Scharrenbach und der Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Werner Jostmeier:
Ina Scharrenbach (Unna) und Werner Jostmeier (Sprecher im Hauptausschuss) zur Erinnerungsstätte Unna-Massen: Geschichtsvergessene Parteipolitik: Rot-Grün lässt Gedenkstätte scheitern -
„Gegen die Stimmen von CDU, FDP und Piraten ist heute im Hauptausschuss des Landtages der aktualisierte Entschließungsantrag „Landesstelle Unna-Massen – dokumentieren und in Erinnerung behalten“ von der Mehrheit von SPD und Grünen abgelehnt worden. Dieses Verhalten ist völlig unverständlich, geschichtsvergessen und ein Schlag in das Gesicht von 2,5 Millionen deutschen Flüchtlingen, Vertriebenen und Spätaussiedlern. Zudem brüskiert dieses Abstimmungsverhalten die SPD vor Ort und die zahlreichen Sachverständigen, die sich für eine Gedenkstätte ausgesprochen haben. Der Landtag Nordrhein-Westfalen beschloss bereits 2010, sich diesem Thema zu widmen. Pikant: Damals sprach sich die SPD-Landtagsfraktion für eine noch größere Gedenkstätte aus als diejenige, die heute als CDU-Vorschlag zur Diskussion stand.
 
Unser Ziel war es, einen gemeinsamen Beschluss aller Fraktionen zu erreichen. Damit wollten wir die Landesregierung beauftragen, ein Konzept für die Errichtung einer Gedenkstätte in der Landestelle Unna Massen zu entwerfen und dem Hauptausschuss noch in dieser Legislaturperiode vorzulegen. Diesen Vorschlag haben wir auch unter Beachtung der Ergebnisse der Anhörung vom 24. September 2015 gemacht. In diesem Expertengespräch hatten sich u. a. auch der Bürgermeister der Stadt Unna, Werner Kolter, und die Sprecherin der Jüdischen Gemeinde, Frau Alexandra Khariakova, nachdrücklich für eine Gedenkstätte ausgesprochen. Auch die aktuelle Zuwanderung sollte dabei betrachtet werden.
 
Unna-Massen erinnert als Institution vor allem an die Vertreibung Millionen Deutscher aus den historischen deutschen Ostgebieten und steht für einen erfolgreichen Neuanfang im Westen Deutschlands. Wie kein anderer Ort in Nordrhein-Westfalen ist Unna-Massen somit ein Symbol für die Aufnahme von Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen. Was das Grenzdurchgangslager Friedland für ganz Deutschland ist, ist Unna-Massen für Nordrhein-Westfalen.
 
Wir betrachten es nach wie vor als besondere Aufgabe, für das Gelände der Landesstelle ein museales Konzept zu erarbeiten, das die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen der damaligen innerdeutschen Bewältigung der Kriegsfolgen und der derzeitigen Zuwanderung aufzeigt.“

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