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30.11.2016, 11:14 Uhr
Krankenhäuser sind ein großes Plus für ländliche Kommunen
Kreis Coesfeld: Vertreter der Kliniken schildern Landtagsabgeordneten Investitionsproblem
Die unzureichende Finanzierung von Investitionen für Krankenhäuser im Münsterland haben jetzt die Geschäftsführer der betroffenen Krankenhäuser im Düsseldorfer Landtag geschildert. Die Aktion fand im Rahmen des „Bündnisses für gesunde Krankenhäuser – Investieren aus Verantwortung“ statt. In diesem Bündnis haben sich die nordrhein-westfälischen Krankenhäuser zusammengeschlossen, um das Land NRW und die Öffentlichkeit auf die schwierige Lage der Kliniken aufmerksam zu machen.
Hintergrund: Die Bundesländer sind gesetzlich verpflichtet, Bau- und Investitionsmaßnahmen ihrer Krankenhäuser zu finanzieren. NRW schüttet jedoch seit Jahren immer weniger Fördermittel aus. Das vom Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsförderung erstellte Investitionsbarometer NRW kommt zum Ergebnis, dass das Land NRW jedes Jahr eine Milliarde Euro zu wenig in die Kliniken investiert! Für die Krankenhäuser im Kreis Coesfeld beträgt die jährliche Investitionslücke 7,8 Mio. €, der Investitionsstau beläuft sich auf über 110 Mio. €. 
 
Unter Leitung der Geschäftsführer der Krankenhäuser aus dem Kreis Coesfeld und mit Unterstützung von Kollegen aus den Kreisen Steinfurt und Warendorf wurde die Lage gemeinsam mit Matthias Blum, Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW) den im Landtag vertretenen münsterländischen Abgeordneten mehrerer Fraktionen erläutert. 
 
Dr. Mark Lönnies, Geschäftsführer der Christophorus-Kliniken in Coesfeld, Dülmen und Nottuln sowie der Klinik am Schlossgarten Dülmen: „Die Kliniken versorgen unsere Patienten auf hohem Niveau. Doch das wird nicht so bleiben, wenn wir nicht in die Zukunft investieren können.“ Patienten erwarteten von Krankenhäusern heute zu Recht neben qualifizierten Medizinern und Pflegekräften auch moderne Technik, ansprechende Räumlichkeiten sowie komfortable Ausstattung. „Wir möchten uns weiterentwickeln, dafür müssen wir in neue Gebäude, Strukturen und Prozesse wie z.B. in die IT-Infrastruktur investieren“, führte Dr. Lönnies aus. 
 
„Wir Krankenhäuser sind diese Investitionen wert, weil wir - wie Kitas, Schulen und Straßen - zu einer intakten Daseinsvorsorge und Infrastruktur  beitragen und darüber hinaus als Arbeitgeber und Unternehmen ein bedeutender Standortfaktor in den Kommunen sind“, betonte Matthias Blum, Geschäftsführer der KGNW. 
 
Dr. Jan Deitmer, Geschäftsführer des St. Marien Hospitals in Lüdinghausen, ergänzte: „Dringend benötige Fachkräfte auf Stellensuche sowie junge Familien, die sich niederlassen wollen, schauen bei der Suche nach einem guten Ort auch auf die medizinisch-pflegerische Infrastruktur. Ist diese attraktiv, ist das ein großes Plus für die Kommune.“ 
 
Durch die Vermittlung von Herrn Jostmeier (MdL), war es gelungen, die münsterländischen Landtagsabgeordneten parteiübergreifend zu informieren. Für die Möglichkeit die Abgeordneten über die Situation der unzureichenden Investitionsfinanzierung informieren und diese diskutieren zu können, bedankten sich Herr Dr. Lönnies und Herr Dr. Deitmer herzlich. Schließlich wurde eine Unterstützung der Stärkung der Krankenhausinvestitionen signalisiert.

Die Geschäftsführer der hiesigen Krankenhäuser - Dr. Lönnies (2.v.r., Christophorus-Kliniken Coesfeld-Dülmen- Nottuln und Klinik am Schlossgarten Dülmen) und Dr. Deitmer (r., St. Marien-Hospital Lüdinghausen) sowie der stellv. Ärztl. Direktor Dr. Krings (2.v.l., Christophorus-Kliniken) tauschten sich mit münsterländischen Landtagsabgeordneten aus, u.a. Werner Jostmeier (Sprecher der CDU-Münsterlandrunde).

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